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Tepe Sialk

Im Südwesten Kashans, auf der Straße von Kashan nach Fin, liegt das Ausgrabungsgebiet von Tepe Sialk. Es besteht aus zwei Siedlungshügeln, die unter der Leitung des französischen Archäologen Roman Ghirshman ausgegraben wurden. Verglichen mit Susa, Mussian, Gian und Tepe Hezar in Damghan, ist Tepe Sialk älter. Die Hügel wurden in drei Phasen, 1933, 1934 und 1937 ausgegraben. Die Forschungsarbeiten wiesen 71 Kulturperioden in den Hügeln nach. Das Gebiet war seit dem fünften Jahrtausend v. Chr. besiedelt. Der Zentralhügel und einer der anderen Grabhügel (Hügel A) stammt von den Ariern und der andere Grabhügel (Hügel B) ist von der Meder Kultur und hat hundert Gräber. Die Zentralwüste Irans ist das Überbleibsel eines großen Sees. Der See hat sich allmählich zurückgezogen und es entstanden kleine fruchtbare Ebenen um den See herum. Die Menschen wählten dieses Gebiet zum Siedlungsort. Sie bauten Hütten aus Bambus und füllten die Spalten mit Ton. Sie gingen auf die Jagd und begannen allmählich mit der Landwirtschaft, wie die Funde von kleinen Spaten aus Stein aus dieser Periode belegen. Später betrieben sie auch Viehzucht neben der Jagd. In der nächsten Periode entstanden Lehmhäuser. Kurz darauf brachte die Erfindung des Töpferrads erhöhten Wohlstand für die Bevölkerung. Allmählich ließen sich Verkehr und Handelsbeziehungen zu anderen Städten verstärken. Niemand weiß, warum der nördliche Hügel plötzlich verlassen wurde und die Besiedlung auf den südlichen Hügel verlegt worden ist.

Eine Schicht Asche beweist, daß die Bauwerke dieser Periode durch Feuer zerstört wurden. Die Arier wanderten ein und begründeten hundert Jahre später eine glänzende Zivilisation. Die Tonwaren, bemalten Ziegel und Tontafeln mit altislamischer Sprache sind die schönsten Stücke, die in iranischen und ausländischen Museen ausgestellt sind. Die Bronzewerkzeuge entwickelten sich gleichzeitig mit den Tonwaren. Kupferarbeiten haben die Steingegenstände teilweise ersetzt. Schmuckstücke wie Kupferstecknadeln, Achatsteine, Türkis- und Lasursteine und Muschelmedallions sind aus dieser Periode. Siegel aus Stein wurden schnell entwickelt und waren für die Erweiterung der Zivilsation von großer Bedeutung. Dadurch konnte man sein individuelles Eigentumsrecht dokumentieren. Anstatt nur lokale Handelsbeziehungen zu pflegen, begann man mit Kultur- und Handelsaustausch auch außerhalb der unmittelbaren Umgebung. Die zahlreichen Gegenstände mit Pferden und Pferdeaugen auf den Tonwaren im Hügel B beweisen, daß dieses Gebiet erobert wurde. Die Angreifer waren Meder, die mit Gewalt in Tepe Sialk eingefallen sind und die alten Sitten zu Fall brachten. Sie lebten zwei Jahrhunderte lang hier und repräsentieren die letzte Periode in Tape Sialk. Die letzten Ausgrabungen beweisen die Theorie der Existenz einer Zikkurat besonders auf dem zentralen Hügel. Aber genaue Schlussfolgerungen können noch nicht gezogen werden. Zur Zeit sind die Skelette eines Mannes und eines Kindes, die von einem fallenden Dach erschlagen worden sind, am Ausgrabungsort ausgestellt (4. Jt. v. Chr.).


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