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Die Shaikh Lotfollah-Moschee

Die Shaikh Lotfollah-Moschee, die unter dem Befehl von Shah Abbas I (1602-1619 n. Chr.) gebaut wurde, ist eine weitere Perle der Baukunst der Safawidenzeit. Die Moschee wurde nach Shaikh Lotfollah benannt, einem bekannten schiitischen Theologen aus Mess.Das Eingangsportal dieser Moschee wurde etwas hinter den zweistöckigen Ständen des Platzes geplant und beide Seiten der Wände wurden mit kobaltblauen Blumenmustern und geschmückten Kacheln ausgestattet. Aber man kann die größte Besonderheit der Moschee erst nach dem Durchschreiten der Eingangstür sehen: Diese Moschee besitzt weder einen Vier-Iwan noch Minarette. Die Kachelinschrift am Portal zeigt das Ende der Bauzeit (1603). Über dem Gitterfenster findet man Inschriftenbänder, die Koranverse sowie die "heiligen Namen" Allah, Mohammad und Ali darstellen. Die Könige der Safawiden-Dynastie behaupten vom Stamm des Enkelkinds von Imam Moses zu sein. Beim Eingang der Moschee befindet sich der Besucher gegenüber einem halbdunklen Flur.

Nach kurzer Zeit gewöhnen sich die Augen an die Dunkelheit und der Besucher kann die Schönheit und Feinheit der blauen Fliesen sehen. Am Ende des Flurs biegt man nach rechts ab und tritt zuerst in den zweiten Flur und dann in den Kuppelsaal ein. Man bemerkt, daß man sich um einen Winkel von 45° dreht, weil die Qibla-Wand der Shaikh Lotfollah-Moschee nach Süden ausgerichtet ist. Gleichzeitig ist der Moscheebau harmonisch in das Gesamtkonzept des Meydan-e Imam eingebunden und deshalb musste der zentrale Gebetssaal aus der Achse des Platzes herausgeschwenkt werden. Wenn man die Kuppel von innen betrachtet, sieht sie aus wie ein Pfau mit offenen Federn. Dieser Eindruck wurde mit kreis- und rhombenförimigen Mustern in der Fläche der Kuppel erreicht und ist sehr ähnlich den Mustern auf den Schwanzfedern des Pfaues. Der Pfau der Kuppel ist wie die glänzende Sonne und die kreis- und rhombusförmigen Bilder werden immer kleiner bis sie im Zentrum der Kuppel zusammenkommen. Der Kuppelraum hat einen Durchmesser von 18,8 m und dessen Wände sind 160 cm dick. Die Kuppel ruht auf einem Tambour und hat von Außen einen Durchmesser von 22 m und eine Höhe von 32 m. Durch Verwendung von Übergangselementen in jeder Ecke hat der Künstler den quadratischen Raum mit einem achteckigen Übergang schließlich in die Kreisform gebracht. Die Kuppel erhebt sich also sehr geschickt über diesem Raum, wobei der Besucher sich in einem achteckigen Raum zu befinden fühlt.

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