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Imam Moschee

Der Bau der Djame-ye Abbasi Moschee wurde im Jahr 1611 im 24. Jahr der Herrschaft von Shah Abbas I begonnen. Von 1612 bis 1629 wurde sie unter Shah Abbas I erbaut, der die Fertigstellung allerdings selbst nicht mehr erleben durfte. Auf der Eingangstür kann man auch das 6-Pfauen-Bild aus Fliesenmosaik sehen.
Eine Besonderheit dieser Moschee besteht darin, daß die beiden 48 m hohen Minarette neben dem Hauptportal nicht parallel zu den beiden Minaretten neben der Gebetshalle im Hof stehen, sondern einen Winkel von 45° bilden. Dies erklärt sich aus der Ausrichtung der Moschee nach Mekka, während der Meydan-e Imam von dieser Richtung abweicht. In der Djame-ye Abbasi Moschee sieht der Besucher auf jeder Seite wunderbare Bilder und Blumenmuster, die Kachelarbeit, Türen, Wände, Kuppel und Minarette geprägt haben. Sie wurden mit himmlischen Zweigen und Blättern verziert und sie verwelken nicht mit der Vergänglichkeit der Zeit.

 Obwohl jetzt ungefähr vier Jahrhunderte ihres Lebens vergangen sind, sind sie bis heute nicht durch Herbst und Winter vernichtet worden. Dieser Blumengarten ist ewig. Der große Hof der Moschee besitzt auf allen vier Seiten hohe und breite Iwane mit großen Öffnungen. Die Moschee ist im sogenannten Vier-Iwan-Stil gebaut, einem Muster, das iranische Architekten unter Berücksichtigung der klimatischen Gegebenheiten dieses Landes beim Bau von Moscheen, Karawansereien und Schulen entwickelt haben. Auf diese Weise kann man sich sowohl an die kalten Winter wie auch die warmen Sommer anpassen. Diese vier Iwane, jeder im Zentrum einer Seite des Hofs in den vier Himmelsrichtungen gebaut, bilden für die Moschee einen Raum für jede der vier Jahreszeiten. Der wichtigste Abschnitt der Moschee sind die Gebäudeteile, die im Süden liegen.


Deshalb ist der Südiwan am imponierendsten und auf ihm stehen auch zwei Minarette mit einer Höhe von 48 m. Durch den Iwansaal kann man in den Kuppelraum eintreten. Der Kuppelraum wurde mit den westlichen und östlichen Seiten durch zwei Hallen mit 40 Pfeilern verbunden. Alle Räume sind durch hohe Decken und breite Steinsäulen, welche mit Blei ausgefüllt wurden, miteinander verbunden. Der Kuppelraum ist der wichtigste Teil der südlichen Seite mit einer Wandstärke von 4,5 m und einem Kuppeldurchmesser von 22,5 m. Die Hauptgebetshalle wird von einer Doppelschalenkuppel überwölbt. Die Innenkuppel erhebt sich in Form einer Parabel 38 m über den Hauptgebetssaal und die Außenkuppel liegt in atemberaubender Höhe von 52 m. Zwischen beiden Kuppeln liegt ein 13 m hoher Blindraum. Einer der interessantesten Eigenschaften dieser Kuppel ist ihr Echo. Man bemerkt, daß im Kuppelsaal, besonders in der Mitte des Raums, alle Geräusche reflektiert werden. Im Zentrum wird ein Laut bis zu sieben mal reflektiert, aber außerhalb des Zentrums hört man das Echo bis 18 mal.


An beiden Seiten des Gebetssaals schließen zwei weitere überwölbte Gebetshallen an und an diese wiederum zwei Koranschulen, die Medresse-ye Soleimani und Naseri aus safawidischer Zeit. Aber die Fliesenarbeit der Medresse-ye Naseri gehört zur Qadjarenzeit. In der Madresse-ye Soleimani befindet sich die von Sheikh Bahai konstruierte Sonnenuhr. Sie ist wie ein rechtwinkliges Dreieck aus Stein, die in Vierjahreszeit den richtigen Mittag zeigt. Die Djame-ye Abbasi Moschee ist eines der größten Meisterwerke islamischer Baukunst Irans im 17. Jh. mit Fayenceverkleidung und Steininschrift. Die letzten Bauabschnitte dieser Moschee gehören in die Jahre 1666, 1667 und 1684 n. Chr. Es ist sicher, daß die letzten Ausschmückungen der Moschee in der Zeit der Nachfolger von Shah Abbas I gemacht wurden. Diese Moschee besitzt auch 11 Mihrabs wie die Freitagsmoschee. Die wertvollen Wasserbehälter ganz aus Marmorstein gehören zu den interessantesten Attraktionen dieser Moschee.

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