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Der Ali Qapu-Torpalast

Der Ali Qapu-Torpalast bildet den repräsentativen Hauptzugang zum Königspalast der Safawidenzeit an der Westseite des Naqsh-e Djahan Platzes, dessen Namen auf Türkisch Hohe Pforte bedeutet. Obwohl das heutige Gebäude mit einem Drittel der Länge des Platzes aus der Zeit Shah Abbas I stammt, gab es jedoch einen zweigeschossigen Vorgängerbau aus timuridischer Zeit. Wie Pietrro Della Valle, der berühmte Weltreisende sagte, ist das Tor aus Nadjaf (Grabmal von Imam Ali) hierher gebracht worden und der Name geht zurück auf den Namen des Imam Alis.

 Die Wände und Decken aller Räume wurden überreich mit feinen Wandmalereien verziert, die aus harmonischen ornamentalen Mustern wie Bäumen, Sträuchern, Blütengirlanden Vögel und teilweise fremden Malereien bestanden. Diese Malereien gehören zu dem berühmten Meister jener Zeit, Reza Abbasi. Jedes Stockwerk besteht aus einem zentralen Zimmer, das als Wartezimmer, Gästezimmer, offizielle Empfangsgalerie, Thronsaal und Musikzimmer diente, in dem Shah Abbas II Boschafter und andere Würdenträger empfing.

 Ali Qapu wurde zwischen 1592 und 1598 n. Chr. gebaut. In der Zeit Shah Abbas II (ein Neffe Shah Abbas I) im Jahr 1648 n. Chr. wurden Galerie und Musiksaal dazu gebaut. Um die Herrlichkeit des Platzes zu verstehen, sollte man die Wendeltreppen hinaufsteigen um sich erstaunt in Mitten der Säulengalerie zu finden. Wenn man einen Blick auf den Platz wirft, erinnert man sich unversehens an die Safawidenzeit mit Polospiel, Reiterwettkampf und Pferdewiehern. Der dem Platz zugewandte Vorbau ist ebenfalls zweigeschossig mit einem über beide Stockwerke reichenden Eingangsiwan. Über ihm erhebt sich eine an drei Seiten offene und hölzerne Veranda, deren reich verziertes Holzdach 18 schlanke Holzsäulen tragen und mit einem Kupferbecken in der Mitte, in dem es früher einen Springbrunnen gab. Man kann sich leicht vorstellen, daß sich hier König und der Hofstaat versammelten, um die Polospiele, Paraden und Veranstaltungen auf dem Platz anzuschauen. Die Melodie der Brunnen zwischen den Säulen ist immer wieder aus der Tiefe der Geschichte zu hören. Von solch angenehmer Atmosphäre sollte jeder genossen haben.

 Die Säulen tragen schon über 4 Jahrhunderte ein Dach bestehend aus zwei Lagen bemaltem Intarsienholz. Hinter der Veranda befindet sich der Thronsaal. Die Malereien sind hier fein und einzigartig. Die harmonischen Arabesken und Blumenmotive sind wie ein Relief aus Gips. Neben diesen sind auch schöne Malereien von echten und mystischen Vögeln zu sehen. Hinter dem Thronsaal führen zwei Wendeltreppen ins Musikzimmer, das heißt, den schönsten Teil des Palastes: Eine Ansammlung von 20 Arten Schmuckelementen, so daß die Beschreibung dieser unterschiedlichen Gipsstalaktiten unmöglich zu sein scheint. Abgesehen davon, daß diese außerordentlich reizvoll gewirkt haben müssen, hatten sie zusätzlich eine praktische Funktion, denn sowohl die Gipsnischen als auch die darin untergebrachten Gefäße und Flacons wirken akustisch verstärkend wie ein Klangkörper. Darum erhielt dieser Saal den Namen Musikzimmer.

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