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Die Djam-e Atiq Moschee             

Die Djam-e Atiq ist ein wertvolles Baudenkmal des alten Isfahan, in dem der Architekturstil über 14 Jahrhunderte bewahrt wurde. Sie gilt mit einer Fläche von 23000 m2 als die größte Moschee Irans. Der erste Bau wurde wahrscheinlich auf einem Feuertempel aus dem 3. oder 4. Jahrhundert n. Chr. (Abbasidenherrschaft) errichtet. An dessen Stelle baute man 773 n. Chr. die erste Moschee mit einem langen rechteckigen Grundriss, bestehend aus Gebetssaal und Säulenhallen um einen Hof. In der Zeit der Buyiden wurde ein weiterer Schabestan Gebetssaal gebaut, welcher die Bauform änderte.

Nach dem Eingang liegt auf der rechten Seite Soffeh-e Hakim (Hakim Iwan), der sehr schöne Ziegelgewölbe hat Dieser kleine Gebetssaal besitzt runde verzierte Säulen mit Reliefziegeln, die aus der Buyidenzeit stammen und vollendete Exemplare der Kunst der Stuckarbeit und der Ziegelarbeit sind. Gegenüber diesem Gebetssaal gibt es einen anderen Gebetssaal, der zur Muzaffaridenzeit im 14. Jh. gehört. Dessen runde Säulen wurden mit kreuzförmigen Reliefziegeln verziert. Man kann viele dieser Zeichen an Töpferwaren aus dem dritten und zweiten Jh. v. Chr. sehen. Bei den Luftangriffen unter dem achtjährigen Krieg zwischen Iran und Irak wurden Teile der starken Decken dieser Moschee angegriffen und zerstört. Aber sie wurden sofort durch die Tourismusorganisation restauriert. Der Weg zur westlichen Seite lädt den Besucher zur Besichtigung der Hauptkuppel dieser Moschee (Nizam al-Molk Kuppel) ein. Diese Ziegelkuppel wird von 40 Säulen in Vierergruppen getragen. Der Kuppelraum liegt tiefer als die Fläche der Nebengebetssäle wobei die Höhe jeder Ecke 14,5 m ist, auf denen die ovale Ziegelkuppel mit einer Höhe von 34 m steht. In 17 m Höhe wird der viereckige Kuppelraum mit Hilfe der dreieckigen Übergangselemente zum achteckigen Profil und danach durch Bogenelemente zum sechzehneckigen Profil umgeformt, um schließlich das kreisförmige Fundament der Kuppel aufzunehmen. Die Ziegelinschrift an dieser Kuppel bezeugt ihre Bauzeit in der Regierungszeit Malik Shah Seldjukis unter Befehl von Khadjeh Nizam al-Molk Tussi. Manche legen ihre Bauzeit in das Jahr 1081 n. Chr. aber es ist sicher, daß die Bauzeit dieser Kuppel zwischen 1072 und 1092 war. Nach der Besichtigung des südlichen Teils dieser Moschee tritt man in den Vier-Iwan Hof ein. In seiner Mitte steht ein quadratisches Wasserbecken mit vier Bögen die im Jahre 1577 als gute Stelle für Ansprachen gebaut wurden. Die vier Iwane der Moschee, in der Mitte jeder der vier Seiten des Hofs, bestehen aus Gewölben mit verschiedenen Kachelverzierungen. Jeder Iwan hat einen eigenen Namen und Geschichte und verschiedenartige Verzierungen. Der Südiwan (Soffeh-e Saheb) wurde Saheb ibn-e Ebad (Minister der Moayed al-Dowla und Fakhr al-Dowla Dialame) genannt. Ursprünglich stammt dieser Iwan aus dem 12 Jh. Gegenüber dem Saheb-Iwan liegt der Derwisch-Iwan, der sehr Tief ist und einige Verzierungen aus Ziegeln mit Kreuzmuster, Stuck und Stalaktiten hat. Die Ziegelinschrift zeigt das Jahr entsprechend 1686. Den Ostiwan nennt man Soffeh-e Shagerd (Schüler-Iwan) und den Westiwan Soffeh-e Ostad (Meister-Iwan) mit den gleichen Abmessungen aber mit verschiedener Verzierung. Soffeh-e Shagerd wurde im Jahr 1681 mit Fliesenarbeiten verziert. Er hat sehr feine und schöne Stalaktitenarbeiten und diese Verzierung bedeutet, daß der seldjukische Stil gut erhalten ist. Soffeh-e Ostad beshteht aus großen Stalaktiten ist aber auch schön mit geometrischen Fliesenarbeiten geschmückt. Seine Kachelinschrift deutet auf das Jahr 1700. In nördlicher Richtung des Soffeh-e Ostad geht man zum Oldjaitu-Gebetssal mit sehr schönen und wertvollen Stuckarbeiten im Mihrab (Gebetsnische). Dieser Mihrab wurde im Jahre 1310 unter dem Befehl Mohammad Savis, dem Minister Oldjaitus, gebaut. Er zählt zu den wertvollsten Mustern der Kunst der Stuckarbeit in Iran. Es sind schöne Blumenmuster zusammen mit Koranversen dargestellt. Nach dem Oldjaitu geht der Besucher zum Beit al-Sheta Gebetssaal (Winter Gebetssaal) durch eine kleine Tür. Dieser Winter- und Sommer-Gebetssaal aus dem Jahr 1447 mit zeltförmigen doppelten Decken und dicken Außenwänden hat eine besonders gute Wärmeisolation, weshalb die Luft im Sommer und im Winter sehr angenehm ist. Im Norden der Moschee befinden sich auch schöne Gebetssäle. Der schönste ist aber der nordöstliche Gebetssaal der Seldjuken. Viele feine Kuppeln stehen auf viereckigen langen Ziegelpfeilern. Weiter im Norden gibt es zwei weitere Gebetssäle, welche aus der Zeit der Ilkhaniden stammen. Am nördlichsten Rand der Moschee liegt die Tadj al- Molk Kuppel. Diese einzigartige Kuppel hat die Form eines Eies (Khagi Kuppel). Der Umfang der Kuppel wurde zu 11,8 m auf 12,1 m und die Höhe zu 22 m gemessen. Auf einem Ziegelstein in der runden Säule ist zu sehen, daß sie 1088 n. Chr. unter Befehl der Königin (Tarkan Khatun) und Tadj al-Molk, der Hauptgegner von Khadjeh Nizam al-Molk, gebaut wurde. Die Moschee hat 14 Mihrabs aus verschiedenen Perioden. Der Grund für die Errichtung mehrerer Mihrabs ist ihre unterschiedliche Funktion. Sie konnten zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten und zu diversen Anlässen und Gelegenheiten benutzt werden. Manche religiöse Gruppen haben es bevorzugt, ihrem eigenen Imam und Gebetsleiter zu folgen. Die Djam-e Moschee hat insgesamt 16 Shabestanen, von denen der nordöstliche am ältesten ist.

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