Galerie Virtueller Rundgang Film Beschreibung

Der Chehel sotun-Palast (Palast der 40 Säulen)

In der Ostandari Straße liegt der von Shah Abbas II im Jahr 1647 erbaute Chehel Sotun. Der Platz liegt im westlichen Drittel des Gartens und ist einer von drei Palästen der Safawiden-Dynastie, der übrig geblieben ist. Er besitzt eine Terrasse oder Pfeilerhalle mit 18 Säulen aus Platanen mit der Höhe 12,8 m, welche ein hohes Balkendach tragen und die sich in dem vor dieser Terrasse gelegenen Wasserbecken mit einer Länge von 110 m spiegeln. In jeder Ecke des Wasserbeckens steht eine bauchige Säulenbasis mit den in Stein geschlagenen Figuren Engel (Symbol für Schutz) und Löwe (Symbol für Macht). Diese Säulen sind der Rest des bedeckten Schlosses der Safawiden Epoche. Daher der Name ''40 Säulen''. Hinter der Terrasse befindet sich ein Spiegelsaal mit 2 Säulen in der Ostseite, verziert mit sehr schönen venezianischen Spiegelarbeiten aus dem 16 Jh. und dahinter der vergoldete Thronsaal, in dem Shah Abbas II. Botschafter und andere Würdenträger empfing.. Der Palastbau ist 57,5 m lang und 37 m breit, direkt Umgeben von einem steinernen Wassergraben mit 1 m Breite. In der Mitte jeder Seite des Palastes liegt ein Teich, um im Sommer die Luft im Palast zu kühlen. Seine Pfeilerhalle wird von einer Doppelschalenholzdecke bedeckt und an seiner Außenfassade sind mehr als 50 kleine Gitterfenster zur Lüftung angebracht worden. Eine Besonderheit stellt die aus dem 17. und 18. Jh. stammende, gemalte Innendekoration der manchmal auch als Thronsaal bezeichneten Empfangshalle dar. Die Fresken wurden stark zerstört, als die Afghanen, die Isfahan 1722 besetzten, sie mit einer dicken Putzschicht überzogen. Geometrische und florale Muster bedecken die facettenartig gegliederten Säume der drei Kuppeln, Fenster- und Türstürze, die trennenden Bögen zwischen den Kuppeln sowie Teile der Wände. Die durch die Trennungsbögen entstandenen drei größeren Flächen jeder Längswand tragen im oberen Teil Malereien; drei zeigen historische Schlachten, die anderen drei geben Bankettszenen aus dem höfischen Leben wieder.

 An der Eingangswand ist links der Tür der Gründer der Safawiden-Dynastie, Shah Ismail, auf einem Pferd mit weißer Schabracke in der Schlacht gegen die Usbeken im Jahr 1510 dargestellt. Oberhalb der Tür ist ein weiteres Schlachtengemälde angebracht, das eine Kampfszene aus dem Feldzug des Afsharenherrschers Nadir Shah gegen die mit Elefanten ausgestattete Armee des indischen Herrschers Mohammad Shah Gurkani wiedergibt. Rechts der Tür befindet sich die Darstellung eines Banketts, das Shah Abbas II. dem Emir von Turkistan, Nadir Mohammad Khan, zu Ehren gab. Auf der gegenüberliegenden Wand ist rechts der Mitte ein Galaempfang Shah Abbas I. dargestellt, den er 1611 zu Ehren eines anderen Herrschers von Turkistan, Vali Mohammad Khan, ausrichtete. Die Mitte der Wand nimmt ein weiteres Schlachtengemälde ein; es schildert den Kampf Shah Ismails gegen den osmanischen Sultan Selim I. Yavuz. Neben dem historischen Ereignis der Chaldoran-Schlacht hat der Maler auch die Geschichte des legendären Schwertes in Szene gesetzt, das angeblich einen Reiter mitsamt Pferd mitten durchschneiden konnte. Links folgt die Wiedergabe des Banketts, das Shah Tahmasp zu Ehren des 1543 aus Indien nach Persien geflohenen Moghul-Kaisers Homayun veranstaltete. Im unteren Teil aller Wände sind kleinformatigere Gartenszenen in der Art und Weise der Miniaturmalereien angebracht, in denen schöne Mädchen, die musizieren oder tanzen, und sie verehrende junge Edelmänner dargestellt sind. Beim Vergleich zwischen den safawidischen Wandmalereien und qadjaridischen Malereien kann man einfach verstehen, wie die Qualität der Kunst in der Qadjarenzeit gesunken ist. Wenn man den Stil, die Methode, die Musikinstrumente, dargestellte Bewegungen, die Schwingungen, Kampfzeichungen auf den Wandgemälden der Safawidenepoche betrachtet, so kann man sich die Melodie vorstellen oder den Kampf der mutigen Männer fühlen, aber in der Qadjarenzeit sind die Gemälde nicht mit künstlerischer Feinheit bearbeitet worden. Der Rest der Halle ist auch voll verschiedener Malereien wie die Iranesken, Blumenmuster, Vögel und Gemälde, die verschiedene Empfänge zeigen und man braucht viele Stunden um alles zu deuten.

برخی دیگر از تورهای موجود